Gesund aufwachsen im Revier

Studie zu Umwelt und Gesundheit bei Kindern in Dortmund

Bewegungs- und Grünräume aber auch Lärm und Luftschadstoffe prägen in Dortmund, wie in vielen anderen Städten auch, die Stadtteile auf ganz unterschiedliche Weise. Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages im Wohnumfeld. Wie sich solche Unterschiede in Merkmalen der Wohnumwelt zwischen den Stadtteilen auf die Gesundheit von Kindern auswirken, ist nicht hinreichend erforscht. An diesem Punkt setzt die Studie „Umwelt und Gesundheit von Kindern in Dortmund“ an und untersucht den Zusammenhang von Umwelt und Gesundheit bei Kindern in Dortmund. Die Studie ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsamt der Stadt Dortmund, der TU Dortmund und der Universität Bremen.

Wie beeinflusst die Wohnumwelt die Gesundheit von Kindern?

Forscherinnen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen, unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Bolte, und der TU Dortmund, koordiniert von Dr. Heike Köckler, gehen in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Dortmund der Frage nach, wie die Gesundheit von Kindern durch ihre Wohnumwelt beeinflusst wird. Das Ziel ist auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse Strategien zur Gesundheitsförderung zu entwickeln bzw. zu verbessern.

Im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen werden Eltern gebeten, an einer Befragung teilzunehmen. Dabei werden die Eltern gebeten, in dem Fragebogen auch ihre Wohnadresse anzugeben. So können Angaben der Eltern zur Kindergesundheit mit objektiven Messdaten zur Wohnumwelt der Stadt Dortmund verbunden werden. Dies ist wichtig um Zusammenhänge zwischen den Merkmalen der Wohnumwelt und Kindergesundheit erkennen zu können. Bisherige Studien haben keine adressgenauen Daten verwendet. Alle Angaben der Eltern zur Gesundheit ihrer Kinder und zu ihrer Wohnumwelt werden anonymisiert ausgewertet. Die Studie wurde datenschutzrechtlich und ethisch geprüft und von der Ethikkommission der Universität Bremen bewilligt. Nach Abschluss der Studie werden die Ergebnisse in Dortmund den politischen Entscheidungsträgern und der Bevölkerung vorgestellt.

Die Studie wird im Kontext der Junior-Forschungsgruppe „Stadt als gesunder Lebensort unabhängig von sozialer Ungleichheit“ (SALUS) durchgeführt. Diese Forschungsgruppe ist ein Zusammenschluss von Forscherinnen und Forschern aus den Bereichen Stadtplanung, Public Health und Epidemiologie. Im Fokus der Forschung stehen Fragen zu sozialer Ungleichheit bei Gesundheit und zu den Möglichkeiten Strategien für Gesundheitsförderung zu entwickeln.


Weitere Informationen: http://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=318925


Erstellt am Freitag, 24. April 2015, 10:49 Uhr