Projekte & Initiativen

Projekte und Initiativen

GEsunder Start ins Leben

GEsunder_Start

Im Jahr 2006 wurde durch die Gesundheitskonferenz Gelsenkirchen eine interdisziplinäre und ressortübergreifende Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der hohen Säuglingssterblichkeit in der Stadt beschäftigte. Das Ziel bestand in der Entwicklung von Maßnahmen zur Reduzierung der Frühgeburtenrate und des Plötzlichen Säuglingstodes (SIDS).

Um vorhandene Ressourcen zu bündeln und eine Kommunikationsplattform für eine gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Interventionen zur Senkung der Säuglingssterblichkeit zu schaffen, konstituierte sich Anfang 2007 das Netzwerk „GEsunder Start ins Leben“. Zum Netzwerk des Programms „GEsunder Start ins Leben“ gehören Hebammen, Schwangerschaftsberatungsstellen, Familienzentren, Vertreter der niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen, Kinderärztinnen und Kinderärzte, die Gelsenkirchener Geburts- und Kinderkliniken, die Referate Erziehung und Bildung sowie Gesundheit und die „Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod e.V.“ Gemeinsam wurde ein umfassendes Aktionsprogramm entwickelt, das entsprechend frühzeitig in der Schwangerschaft ansetzt und zielgruppensensible Zugänge aufweist, um insbesondere sozial benachteiligte Frauen und ihre Familien – mit bzw. ohne Zuwanderungshintergrund – in ihrem Lebensumfeld zu erreichen.

Die auf Nachhaltigkeit angelegten Maßnahmen, wie etwa die Verstärkung „Früher Interventionen und Hilfen“ durch Familienhebammen, mehrsprachige Informationsveranstaltungen, aufsuchende Betreuung von schwangeren Migrantinnen, der Handlungsstrategie gegen Alkohol- und Nikotinkonsum in der Schwangerschaft oder auch die öffentlichkeitswirksame Stillkampagne als gesundheitsfördernde Maßnahme für Mutter und Kind trugen zu einer kontinuierlichen Senkung der Säuglingssterblichkeit in Gelsenkirchen bei. Inzwischen ist die Säuglingssterblichkeit in Gelsenkirchen auf einen historischen Tiefstand gesunken: von 8,3 ‰ in 2006 auf 6,3‰ in 2013. Das Netzwerk wurde hierfür u.a. mit dem Gesundheitspreis NRW 2010 ausgezeichnet.

 

(Stand Juni 2021)

Freitag, 24. April 2015