Gesund aufwachsen im Revier

Experten informierten zum Thema Kinder- und Jugendrheumatologie

Am 11.04.2018 lud Dr. Ralf Seul, Oberarzt in der Kinder- und Jugendklinik im Marien Hospital Witten zur Fortbildungsveranstaltung „Kinder- und Jugendrheumatologie – Praktische Einblicke“ in das Pfarrheim St. Marien ein. Die Veranstaltung bot ein breites Themenspektrum und einen Überblick über die aktuellsten Entwicklungen verschiedener Fachdisziplinen in der Behandlung kinder- und jugendrheumatischer Erkrankungen.

Den Einstieg in das Thema machte Dr. Anna Nele Naboreit, Oberärztin in der Kinder- und Jugendklinik im Marien Hospital Witten. In ihrem Vortrag ging sie auf die Grundlagen kinder- und jugendrheumatischer Erkrankungen ein. Die meisten rheumatischen Krankheitsbilder des Kindes- und Jugendalters sind sogenannte Autoimmunkrankheiten, d. h. das eigene Immunsystem richtet sich gegen die Gelenke und löst Entzündungen aus, die bei Nicht-Erkennen zu schweren irreversiblen Schäden führen können.

„In den meisten Fällen ist eine medikamentöse Therapie notwendig, da sonst Schmerzen und Gelenkfehlhaltungen, die durch die Entzündungen in den Gelenken hervorgerufen werden, bestehen bleiben“, erklärt Dr. Seul, der in seinem Vortrag die aktuellen Therapiemöglichkeiten in der Kinder- und Jugendrheumatologie vorstellte.

Zudem wurde der Frage nachgegangen, was das Auge mit Rheuma zu tun hat. Bei einigen Formen kinderrheumatischer Erkrankungen können auch Augenentzündungen auftreten. Diese können mit Beschwerden einhergehen, müssen es aber nicht. Unbehandelt können Entzündungen am Auge innerhalb von wenigen Jahren zu Komplikationen führen. Daher ist es umso wichtiger, dass Kinder und Jugendliche, die an Rheuma leiden, regelmäßig von einem Augenarzt untersucht werden.

Neben der medikamentösen Therapie stellten die Physiotherapeuten des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik am Standort Marien Hospital Witten physiotherapeutische Ansätze vor. Anschließend zeigte Roswitha Poethke, Psychologin im Marien Hospital Witten, Strategien zur Krankheits- und Schmerzbewältigung auf.

In kleinen Workshops bot sich Interessierten, Patienten und Fachleuten die Möglichkeit, mit den Referenten in Dialog zu treten und praxisorientierte Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.


Erstellt am Mittwoch, 25. April 2018, 08:44 Uhr