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Pflegefachschülerinnen aus dem Stiftungsklinikum PROSELIS passen Diabetesberatung kindgerecht an

Ein „Diabetes-Teddy“ für Emma

„Es war einmal eine Prinzessin namens Emma. Emma ist krank. Die Krankheit von Emma greift ihren Bauch an. In ihrem Bauch ist nämlich eine Maschine, die sich Bauchspeicheldrüse nennt und kleine Ritter namens Insulin produziert…“ Adrienne Hielscher und Maria Goncalves da Silva erzählen engagiert und mit verstellten Stimmen das Märchen von Prinzessin Emma und der unbekannten Diabeteskrankheit. Die beiden Pflegefachschülerinnen haben an ihrer Schule am Stiftungsklinikum PROSELIS das Thema „Handlungskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ I fördern“ behandelt und dabei über adressaten- und anlassentsprechende Beratung gesprochen. „Es ist total spannend, aus wie vielen Winkeln man das Thema Diabetes betrachten kann und wie sehr wir uns dabei auf jeden einzelnen Patienten einstellen müssen. Dabei braucht jeder Patient eine individuelle Ansprache“, erklärt Adrienne Hielscher. „Wir haben uns in diesem Fall auf die Beratung eines 6-jährigen Mädchens konzentriert und uns hierfür den „Diabetes-Teddy“ mit Insulinpumpe und ein passendes Märchen ausgedacht“, ergänzt Maria Goncalves da Silva.

Adrienne Hielscher und Maria Goncalves da Silva mit „Insulin-Teddy“

Lehrer Dennis Kuballa, ist ursprünglich selbst gelernter Kinderkrankenpfleger und freut sich über die Kreativität und Empathie seiner Schülerinnen. „Sie haben das Thema einfach super und mit ausgesprochen gutem fachlichen und pädagogischen Verständnis umgesetzt. Dabei haben sie sich voll und ganz auf die Lebensrealität eines kleinen Mädchens eingelassen. Diese Kompetenz zeichnet gute Beratung und Therapie aus.“

Die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau findet seit Anfang 2020 generalisiert statt, das heißt, die vorher getrennten Altenpflege-, Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegeausbildungen sind zu einer geworden. Somit absolvieren alle Auszubildenden eine gemeinsame Ausbildung, in der die Versorgung von Kindern, Erwachsenen und betagter Menschen gelehrt wird. „So bekommen die Schülerinnen und Schüler Einblick in alle Bereiche und lernen vor allem, sich in die Unterschiede hineinzuversetzen. Sie bekommen pflegefachliche Kompetenzen für alle Altersgruppen, ob ambulant oder stationär, ob Säugling oder Erwachsener.“

Die beiden Schülerinnen haben ebenfalls das Gefühl, dass die neu strukturierte Ausbildung ihnen weitere Einblicke ermöglicht. „In welchen Bereich wir dann später wirklich arbeiten wollen, das ist noch vollkommen offen“, sagt Adrienne Hielscher

Der erste generalistische Ausbildungskurs am Stiftungsklinikum mit rund 20 Schülerinnen und Schülern macht im Juli Examen.

 

Dienstag, 13. Juni 2023