Gesund aufwachsen im Revier

Neue Führung und neues Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Mit dem neuen Jahr stellt die St. Elisabeth Gruppe die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Anna Hospital Herne neu auf. Die Klinik erhält mit dem Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe – Standorte Witten I Wanne-Eickel ein neues Dach. Die Verantwortung übernimmt Direktor Prof. Dr. Sven Schiermeier. Darüber hinaus erwarten die Patientinnen in Wanne-Eickel weitere neue Gesichter: Valentin Menke übernimmt als Chefarzt die Leitung der Klinik. Dr. Nicole Jacob wird Oberärztin im angeschlossenen Kooperativen Brustzentrum Bochum I Herne. Die Patientinnen profitieren im St. Anna Hospital Herne zukünftig von einem noch breiteren Behandlungsspektrum.

„Mit dem neuen Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an den Standorten Witten und Wanne-Eickel bündeln wir langjährige Erfahrung und große Expertise auf diesen Fachgebieten in einer Einheit“, so Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe. Mit Direktor Prof. Dr. Sven Schiermeier übernimmt ein erfahrener Gynäkologe die Verantwortung für das Zentrum. Der 42-Jährige leitet als Chefarzt bereits seit 2013 die Frauenklinik und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten, das ebenfalls zur St. Elisabeth Gruppe gehört.

Zwei starke Partner
„Die Klinik im St. Anna Hospital verfügt aufgrund der guten Vorarbeit der vergangenen Jahre bereits jetzt neben der Geburtshilfe über ein breites Behandlungsspektrum. Unter dem Dach des Zentrums möchten wir einen noch engeren Erfahrungstransfer und Austausch zwischen den Kliniken und damit eine noch passgenauere Behandlung unserer Patientinnen an beiden Standorten erreichen“, erklärt Prof. Schiermeier. Die Wittener Klinik behandelt das komplette Spektrum gynäkologischer Erkrankungen und ist eine der größten gynäkologischen Abteilungen in NRW. Mehrere Zentren, wie z. B. das Myom- sowie das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum, bieten hochspezialisierte Therapieverfahren an. Die Geburtshilfe setzt einen starken Fokus auf Risiko-, Mehrlings- und Frühgeburten und ist als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe anerkannt. „Diese Kompetenz in den eigenen Reihen möchten wir nutzen, um den Standort Wanne-Eickel weiter auszubauen. Die Klinik soll von den Versorgungsstrukturen, die in Witten bereits erarbeitet worden sind, profitieren“, erläutert Theo Freitag.

Herausforderungen für den neuen Chefarzt
Die Gynäkologie im St. Anna Hospital wird zukünftig von Valentin Menke geführt. Der 40-Jährige aus Herdecke ist seit Januar neuer Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und war zuvor acht Jahre im Marien Hospital Witten tätig. Der Vater von drei Töchtern freut sich auf die anstehenden Herausforderungen und seine neue Aufgabe: „In den letzten Jahren wurden im St. Anna Hospital zusätzlich zur bereits sehr etablierten Geburtshilfe und dem Brustzentrum weitere Schwerpunkte im gynäkologischen Bereich gesetzt. Dazu zählt z. B. die Therapie von Endometriose oder gynäkologisch-onkologischen Erkrankungen. Für mich bietet sich jetzt die Möglichkeit, das Potenzial der Klinik auf Basis meiner Wittener Erfahrung und mit Unterstützung durch das neue Zentrum zu nutzen“, so der Chefarzt und erklärt weiter: „Da die minimal-invasive Chirurgie einer meiner Arbeitsschwerpunkte der letzten Jahre war, ist mir dieser Bereich besonders wichtig. Dazu zählen zum Beispiel gynäkologisch-onkologische Operationen, die operative Behandlung von Beckenboden- und Kontinenzerkrankungen sowie die Therapie bei Myomen und Endometriose.“
Im Unterschied zu der Geburtshilfe im Marien Hospital Witten, die einen Fokus auf Risikogeburten setzt, liegen die Schwerpunkte der Geburtshilfe im St. Anna Hospital auf der Begleitung natürlicher Geburten und der Entbindung aus Beckenendlagen. „Es gibt hier ein starkes Kreißsaalteam mit Hebammen, die besonders die natürliche Geburt fördern und über langjährige Erfahrungen verfügen. Von diesem Know-how wird auch die Geburtshilfe im Marien Hospital Witten profitieren“, erklärt Valentin Menke.

Neues Gesicht auch im Brustzentrum
Dr. Nicole Jacob komplettiert das neue Ärzte-Trio. Die 39-Jährige wird Oberärztin im Kooperativen Brustzentrum, das der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im St. Anna Hospital angeschlossen ist. Die Bochumerin hat langjährige Erfahrung in der nicht-operativen und operativen Therapie von Brustkrebs. Seit 2012 war sie als Oberärztin im Brustzentrum des Marien Hospital Witten tätig. An der Arbeit im Brustzentrum schätzt sie insbesondere den engen Kontakt zu den Patientinnen: „Wir begleiten die Patientinnen von der Diagnose bis zum Abschluss ihrer Therapie, dabei entstehen persönliche Bindungen, die mir sehr wichtig sind.“ Die bisherige gute Arbeit im Brustzentrum möchte die Brustkrebsspezialistin fortführen.

Attraktivität für Ärzte erhöhen
Mit dem neuen Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe soll aber nicht nur die Patientenversorgung weiter optimiert werden. „Es wird heutzutage immer schwieriger, gut qualifizierten Ärztenachwuchs zu finden. Mit mehr als 3.500 Entbindungen pro Jahr unter dem Dach unseres neuen Zentrums zählen wir zukünftig zu den zehn entbindungsstärksten Zentren deutschlandweit. Da diese Größe viele Entwicklungschancen bietet, machen wir uns damit als Arbeitgeber attraktiv und können so gut ausgebildete Fachärzte für die Region interessieren“, berichtet Prof. Schiermeier.


Erstellt am Dienstag, 29. Januar 2019, 10:37 Uhr