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Kinder zwischen 5 und 6 Jahren für Studie gesucht

Gemeinsam mit Ruhr-Uni und Hochschule für Gesundheit in Bochum

Wie entwickeln sich Kinder, die einen erschwerten Lebensstart hatten? Welchen langfristigen Einfluss hat eine zu frühe Geburt auf die kindliche Entwicklung im Vorschulalter? Diese Fragen untersucht ein kooperatives Forschungsprojekt der Hochschule für Gesundheit (HSG) Bochum (Prof. Dr. Nina Gawehn) und der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Schölmerich, Prof. Dr. Suchan) gemeinsam mit der Entwicklungsneuropsychologischen Ambulanz im Sozialpädiatrischen Zentrum / Neuropädiatrie (Prof. Dr. Nina Gawehn, M.Sc. Dominique Jaeger) des Klinikums Dortmund.

Der Großteil wissenschaftlicher Studien zu diesem Thema weist auf mögliche Entwicklungs- und Verhaltensbesonderheiten als Langzeitfolgen hin. Dagegen ist die Forschungslage zu Leistungen in spezifischen neuropsychologischen Aufmerksamkeitskomponenten noch eher begrenzt; daher untersucht die Studie in einem Computertest, wie gut Frühgeborene in der Lage sind, nach einem visuel-len Aufmerksamkeitswecker ihre Reaktionsbereitschaft kurzfristig zu steigern.

Um die Leistungen Frühgeborener mit den Leistungen von Kindern ohne Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen zu vergleichen, werden noch interessierte Eltern mit Kindern im Alter von 5 bis 6 Jahren gesucht, die nach unauffälliger Schwangerschaft entbunden wurden. Diese Kinder werden der sogenannten Vergleichsgruppe zugeteilt. Untersucht werden die kognitive Entwicklung und die Aufmerksamkeitsfunktionen mit psychologischer Testdiagnostik.

Bei Interesse können die Kinder auch an einer weiteren Studie zur Stress- Reaktivität teilnehmen. Dabei wird die Herzrate der Kinder in einer Spielsituation abgeleitet. Alle durchgeführten Untersuchungen sind schmerzfrei und nicht-invasiv und dauern ca. 2 x 60 Minuten und können an zwei Terminen erfolgen. Eltern erhalten auf Wunsch eine umfassende Rückmeldung über die Ergebnisse ihres Kindes.

Schon seit Januar 2011 werden in der Entwicklungsneuropsychologischen Ambulanz (ENPA) des Westfälischen Kinderzentrums, Klinikum Dortmund unter der Leitung der HSG-Professorin Nina Gawehn in Kooperation mit der Ruhr- Universität Bochum Kinder psychologisch nachuntersucht, die zu früh auf die Welt kamen oder nach ihrer Geburt einen neonatalen Entzug erleben mussten. Mit den Untersuchungen sollen das bisherige Wissen über die Auswirkungen einer Risikogeburt erweitert und Hinweise für eine effektive Frühförderung gewonnen werden.

Fragen zur Teilnahme an der Studie und zu den Untersuchungen beantworten Prof. Dr. Nina Gawehn und wissenschaftliche Mitarbeiterin Dominique Jaeger gerne unter 0231-953 20992 bzw. Dominique.Jaeger@hs-gesundheit.de.

Infos zur ENPA sind unter www.enpado.de zu finden.

Donnerstag, 11. August 2016