Gesund aufwachsen im Revier

Geschafft: Frühchen-Rekord in Essen

fruehchenrekord

Weltfrühchentag 2014: Über 100 ehemalige „Frühchen“ treffen sich zum Frühstück

Rekord gelungen: Zum „Weltfrühchentag 2014″ trafen sich heute weit 170 ehemalige „Frühchen“ zum gemeinsam „Früh(stück)chen“ bei Ikea. Zum Rekordversuch eingeladen hatte die Stiftung Universitätsmedizin Essen sowie die Elternberatung „Frühstart/Bunter Kreis“ des Universitätsklinikums Essen (UK Essen), um auf Frühgeburtlichkeit und die Besonderheiten der Betreuung zu früh geborener Kinder aufmerksam zu machen.

Die Chancen, dass sich viele Frühchen an der Aktion beteiligen, waren hoch: „Umso mehr freuen wir uns, dass so viele ehemalige Frühchen zum ´Früh(stück)chen’nach Ikea Essen gekommen sind. Die Anzahl ist mehr als rekordverdächtig für Essen und das Ruhrgebiet“, freut sich Prof. Eckhard Nagel, Ärztlicher Direktor des UK Essen und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Universitätsmedizin Essen. Neben der Stiftung eingeladen hatte auch die Elternberatung „Frühstart/Bunter Kreis“ des UK Essen, um am „Weltfrühchentag 2014″ gemeinsam auf „Frühgeburten“ aufmerksam zu machen.
Denn schließlich wird mehr als jedes zehnte Kind in Deutschland als „Frühchen“ geboren. Bei ihrer Geburt sind manche von ihnen gerade einmal so groß wie eine erwachsene Hand und 500 Gramm leicht: die „Frühchen“, also Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Die Versorgung dieser Kinder ist eine echte Herausforderung – schließlich können die meisten von ihnen zunächst weder selbstständig atmen noch Nahrung zu sich nehmen. Modernste Intensivmedizin sichert zwar ihr Überleben, doch Mediziner, Pflegende und Wissenschaftler wissen auch, dass neben einer sofortigen medizinischen Versorgung elterliche Nähe und Fürsorge bei zu früh geborenen Kindern sehr wichtig sind. Die Eltern sind mit der Situation vor und nach der Geburt oftmals überfordert und benötigen eine spezielle Betreuung.

Am UK Essen wurde deshalb 2007 die Elternberatung „Frühstart“/Bunter Kreis Essen ins Leben gerufen. Hier übernimmt ein Team, bestehend aus Ärzten, zehn Kinderkrankenschwestern sowie Sozialpädagogen, Psychologen, Case Managern und Pflegeberatern der Essener Kinderklinik die stationäre Betreuung und Nachsorge von Eltern und Frühgeborenen bis zu drei Monate nach der Entlassung ins häusliche Umfeld.

„Dass so viele ‚Frühchen‘ ins Essener Stadtzentrum gekommen sind, ist ein tolle Unterstützung für unser Anliegen. Nur dank der großzügigen finanziellen Unterstützung von IKEA und vieler privater Spender kann die ambulante Nachsorge von Frühchen zukünftig in dem Umfang erfolgen, wie sie aus unserer Sicht notwendig ist. Damit wir weiterhin Frühchen helfen können, sind wir für weitere Spenden sehr dankbar“, so Prof. Ursula Felderhoff-Müser, Direktorin der Klinik für Kinderheilkunde I am UK Essen und Vorstandsmitglied der Stiftung Universitätsmedizin.


Erstellt am Montag, 17. November 2014, 10:35 Uhr