Gesund aufwachsen im Revier

FocusCP-rehaKIND Kongress 2019

Ein überwältigender Erfolg der interdisziplinären Zusammenarbeit für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen

„Wenn es einem Kind nicht gut geht, müssen alle Disziplinen von Ärzten, über Therapeuten und Techniker zusammenarbeiten und helfen“. Mit diesem einfachen, aber treffenden Satz eröffnete einer der beiden Kongresspräsidenten Prof. Florian Heinen aus München den ersten gemeinsamen Kongress von Focus Cerebralparese und rehaKIND. Als zweiter Kongresspräsident stimmte Prof. Walter Strobl aus Wien zu: „Die Zeit ist reif für ein solches interdisziplinäres Format – mit Focus CP und rehaKIND wächst zusammen, was zusammengehört.“

Die Besonderheit dieses Kongresses im historischen Kloster „Fürstenfeld“ bei München bestand in seiner überzeugenden Nähe zu den Betroffenen und Angehörigen selbst.

Fast 1300 Kongressteilnehmer, 150 Referenten in einem mehrzügigen Programm und eine Fachausstellung mit 60 Versorgern, Verbänden und Dienstleistern: FocusCP-rehaKIND führte im Februar 2019 das Wissen aus allen medizinischen Fachdisziplinen, der Orthopädie- und Rehatechnik und die Bedürfnisse der Betroffenen zusammen.

#Mitmachen – damit Alle gewinnen

In vielen Sessions wurde die Frage “Wie geht es Dir, wie können wir helfen?“ als zentrales Leitmotiv für alle professionell mit behinderten oder chronisch kranken jungen Menschen Arbeitenden betont. Diese an den Bedürfnissen und dem Alltag orientierte Sichtweise eröffnete an allen vier Kongresstagen Dialog auf Augenhöhe und wurde von den Beteiligten begeistert aufgenommen. Familien, Kinder und Experten standen gemeinsam auf der Bühne und machten so Therapeuten, Orthopädietechniker, Orthopäden und Kinderärzte zu Lernenden.

Die bayerische Staatssekretärin Carolina Trautner aus dem Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales erinnerte in ihrer Eröffnungsrede daran, wie wichtig echte Inklusion und gemeinsam vereinbarte Behandlungsziele für die Zukunft der jungen Menschen mit Behinderung und chronischen Krankheiten ist.

Vier Kongresstage bündelten Wissenschaft und Praxis auf eine einmalige Weise: Für das medizinisch-wissenschaftliche Fachprogramm zeichneten die Gesellschaft für Neuropädiatrie, die Vereinigung für Kinderorthopädie und die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin verantwortlich. Die internationale Fördergemeinschaft rehaKIND e.V. steuerte Versorgungskonzepte, psychosoziale Aspekte und alltagsrelevante Themen wie Teilhabe, Sport und Schule bei.

Interdisziplinäre Sprechstunden mit Ärzten, Therapeuten, Technikern und den Familien füllten große Veranstaltungssäle; in kleinen Workshops tauschten sich alle Aktiven auf Augenhöhe aus. So manche Versorgungsidee konnte direkt in der Fachausstellung ausprobiert werden.

Das nächste Mal: Februar 2021 in den Westfallenhallen Dortmund

Dem engagierten Netzwerk von rehaKIND gelang es auch in diesem kooperativen und anspruchsvollen Format als Gastgeber alle Beteiligten zusammen zu bringen zum Wohle der Kinder mit besonderen Bedürfnissen. „Die überwältigend positive Rückmeldung der Kongressbesucher bestärkt uns darin, mit diesem Konzept auf dem richtigen Weg zu sein. Diejenigen, die das Kind lebenslang im Alltag begleiten, müssen wir ermutigen, sich zukünftig noch mehr bei diesem Kongress einzubringen“, fordert Christiana Hennemann von rehaKIND e.V.

Bereits jetzt gibt es viele Themenwünsche, Konzeptideen und Freiwillige, die den nächsten Kongress im Februar 2021 in Dortmund mitgestalten werden.


Erstellt am Dienstag, 12. März 2019, 14:52 Uhr