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Transition – Master-Studentinnen der hsg belegen ersten Platz

csm_1-_posterpreis_bochum_c01f74b05eNatalie Hubenthal und Marit Zimmermann, beide Studentinnen des Master-Studiengangs ‚ Evidence-based Health Care‘ an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, haben am 7. Oktober 2016 auf dem 7. Hochschultag 2016 der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) den ersten Platz für ihr Poster zum Thema  „Bedarf hinsichtlich der Transition von der pädiatrischen- in die Erwachsenenversorgung – welche Bedürfnisse und Gesundheitskompetenzen haben Jugendliche und junge Erwachsene mit chronischer Erkrankung?“ erhalten. Die Arbeit hatte Prof. Dr. Sandra Bachmann, hsg-Professorin im Bereich Pflege, betreut. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung der beiden Studentinnen und ihrer Arbeit. Das Thema Transition ist ein sehr wichtiges Thema und die Erkenntnisse aus dem Master- Projekt tragen zu einer Verbesserung der Versorgung von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen bei“, so Bachmann. Die Preisträgerinnen erhielten ein Geldgeschenk sowie die Möglichkeit einer Veröffentlichung im Kohlhammer Verlag.

Das Thema und die Forschungsfragen zur „Transition chronisch kranker Kinder und Jugendlicher von der kindzentrierten zu einer erwachsenenorientierten Gesundheitsversorgung“ sind im Rahmen des Master-Projekts im Schwerpunkt Kinder-, Frauen- und Familiengesundheit im Sommersemester 2016 entwickelt worden und werden derzeit in der Master-Thesis von Natalie Hubenthal und Marit Zimmermann weiter bearbeitet.

In ihrem Beitrag erfassten sie den Bedarf hinsichtlich der Transition von der pädiatrischen in die Erwachsenenversorgung unter der Fragestellung, welche Bedürfnisse und Gesundheitskompetenzen chronisch kranke Jugendliche und junge Erwachsene haben. Transition beschreibt den geplanten Übergang chronisch kranker Jugendlicher von der Pädiatrie in die erwachsenen-zentrierte Gesundheitsversorgung, welcher mit Eintritt der Volljährigkeit notwendig wird. Dies setzt einen eigenverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung voraus, da sich die Strukturen beider Versorgungssettings grundsätzlich unterscheiden. In dieser sensiblen Lebensphase kann der nicht-begleitete Wechsel dazu führen, dass die jungen Erwachsenen ihre Medikamente nicht mehr nehmen oder die Kontakte zu Ärztinnen und Ärzten abbrechen. Dies kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen.

Vor diesem Hintergrund wurde mit einer Beobachtungsstudie mit einem Mixed-Methods-Design nach den Bedürfnissen und Wünschen chronisch kranker Jugendlicher und junger Erwachsener an die Transition gefragt und deren transitionsrelevante Gesundheitskompetenzen mit dem Ziel erhoben, die Sicherstellung einer individuellen, alters- und entwicklungsgerechten Begleitung in die Erwachsenenmedizin zur kontinuierlichen Versorgung zu gewährleisten. Dabei wurden die Bedürfnisse und Wünsche qualitativ, die Gesundheitskompetenzen quantitativ erhoben. Da keine klinische Intervention an den Probandinnen und Probanden erfolgt, ist auf einen Ethikantrag verzichtet worden. Die Teilnahme erfolgte freiwillig und konnte jederzeit widerrufen werden.

Es wurden Teilnehmende mit in der Erwachsenenmedizin bekannten chronischen Erkrankungen einbezogen. Innerhalb der qualitativen Datenerhebung wurden junge Erwachsene befragt, die maximal 25 Jahre alt sind und das Versorgungssetting bereits gewechselt haben. Die quantitativen Daten werden unter Probandinnen und Probanden im Alter von 12 bis 25 Jahren in beiden Versorgungssettings erhoben. Die qualitative Datenerhebung erfolgte durch zehn leitfadengestützte Interviews. Der Leitfaden war auf Grundlage einer Literaturanalyse entwickelt und an zwei Probanden getestet worden.

Die quantitativen Daten wurden ab Juli 2016 online anhand des validierten Transitionskompetenz-Fragebogens der Universität Greifswald erhoben. Die Interviews werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse mit MAXQDA ausgewertet. Die statistische Analyse der quantitativen Daten erfolgt mit SPSS. Die Ergebnisse sollen den Bedarf für Transitionsbestrebungen für chronisch kranke Jugendliche und junge Erwachsene abbilden, um diese gegebenenfalls in die medizinische Regelversorgung integrieren zu können. Die Studie wird Ende Februar 2017 abgeschlossen sein.

Dienstag, 22. November 2016