Wenn der Teddy zum Patienten wird: Vorschulkinder entdecken die Kinderklinik
Universitäts-Kinderklinik des Katholischen Klinikums Bochum lädt rund um den Weltkindertag zu einem besonderen Vormittag ein
Wie fühlt es sich an, wenn der eigene T
eddy plötzlich zum Patienten wird? Was passiert eigentlich, wenn man in die Notfallambulanz kommt? Und warum ist Bewegung wichtig für die Gesundheit? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich in der Woche rund um den Weltkindertag insgesamt 153 Vorschulkinder aus elf Kindergärten in der Universitäts-Kinderklinik des Katholischen Klinikums Bochum.
Unter dem Motto „Ein Vormittag in der Kinderklinik“ konnten die Kinder die Klinik auf spielerische und kindgerechte Weise kennenlernen. Im Mittelpunkt standen dabei zwei Ziele: Ängste vor einem Krankenhausbesuch frühzeitig abzubauen und gleichzeitig Wissen rund um Gesundheit und medizinische Versorgung zu vermitteln.
Nach einer gemeinsamen Begrüßun
g wurden die Kinder in Kleingruppen aufgeteilt und durchliefen verschiedene Erlebnisstationen.
In der Notfallambulanz erhielten die Kinder einen kindgerechten Einblick in den Ablauf einer medizinischen Untersuchung. Sie konnten Untersuchungsräume kennenlernen und selbst erfahren, wie beispielsweise Blutdruck oder Sauerstoffsättigung gemessen werden. Auch medizinische Geräte und Untersuchungsmethoden wurden altersgerecht erklärt.
Besonders viel Raum für Fantasie und Rollenspiel bot die Teddyklinik. Die Kinder brachten ihre eigenen Kuscheltiere als kleine „Patienten“ mit und begleiteten sie durch die verschiedenen Behandlungsschritte – von der Aufnahme über Diagnostik wie Röntgen bis hin zur Behandlung. Verbände wurden angelegt, Pflaster geklebt und am Ende sogar Medikamente für die Kuscheltiere verordnet. Die Kinder konnten dabei selbst in die Rolle von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften schlüpfen und medizinische Abläufe aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Bei der Bewegungsstation standen Bewegung, Körperwahrnehmung und Spaß im Mittelpunkt.
Gemeinsam mit der RuhrSportReha und Auszubildenden der Physiotherapie konnten die Kinder verschiedene Bewegungs- und Koordinationsübungen ausprobieren. Dabei durfte
natürlich auch das eigene Kuscheltier mitmachen.
Ergänzt wurde das Angebot durch das Team des Zahnärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes Bochum. Die Kinder erhielten spielerische und altersgerechte Impulse rund um Zahngesundheit und konnten dabei wichtige Zusammenhänge zwischen Gesundheit und dem eigenen Alltag kennenlernen.
An der Umsetzung waren zahlreiche Mitarbeitende und Auszubildende des Katholischen Klinikums Bochum, die RuhrSportReha sowie das Gesundheitsamt Bochum beteiligt. Durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Berufsgruppen entstand ein abwechslungsreiches Angebot, das medizinische Versorgung, Prävention, Bewegung und Gesundheitsbildung miteinander verband. 
„Wir möchten den Kindern zeigen, dass eine Kinderklinik nicht nur ein Ort ist, an den man kommt, wenn man krank ist. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, unser
e Räumlichkeiten, unsere Mitarbeitenden und medizinische Abläufe in einer positiven Situation kennenzulernen“, erklärt Sabrina Gust, Bereichsleitung der Pflege in der Kinderklinik. „Wenn ein Kind später tatsächlich einmal ins Krankenhaus muss, kann diese Erfahrung helfen, das Unbekannte ein Stück vertrauter zu machen.“
Der Besuch in der Kinderklinik war für die Kinder dabei nicht nur lehrreich, sondern vor allem eines: ein Erlebnis. Zwischen Untersuchungen, Verbänden, Bewegung und Teddypatienten wurde gelacht, ausprobiert und viel entdeckt.
Mit dem Projekt möchte die Universitäts-Kinderklinik das Thema Gesundheitsbildung bereits im Vorschulalter stärken und gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, Kindern die Angst vor medizinischen Einrichtungen zu nehmen. Eine Fortführung des Angebots rund um den Weltkindertag ist perspektivisch vorgesehen.




