5. RUHRGEBIETSKONGRESS ZUR KINDER- UND JUGENDGESUNDHEIT

Unter dem Motto „Gesund aufwachsen im Revier“ befördert MedEcon Ruhr bereits seit vier Jahren den regionalen Austausch der Professionen und Institutionen aus Gesundheitsversorgung, Bildungswesen, Jugendhilfe und Wohlfahrt und die öffentliche Wahrnehmung des gemeinsamen Anliegens.

Im März 2019 findet der Kongress nunmehr zum fünften Mal statt

Wir freuen uns, dass Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, erneut die Schirmherrschaft übernommen hat.

Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf sog. funktionelle Störungen im Kindes- und Jugendalter: Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen leidet an körperlichen Beschwerden (wie Kopf-, Bauch- oder Gliederschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit), für die keine ausreichende medizinische Erklärung gefunden werden kann. Erhebliche Beeinträchtigungen der Alltagsaktivität, z.B. Kindergarten- und Schulfehlzeiten, sowie zusätzliche psychische Störungen sind allzu häufig die Folge: Ein Thema also, das nicht nur die Medizin betrifft, sondern auch weitere Heil-, Bildungs- und Sozialberufe.

Außerdem erwartet Sie:

  • die Vorstellung eines deutschlandweit wegweisenden Verbundprojektes zur Stärkung des medizinischen Kinderschutzes in seiner Partnerschaft mit der Jugendhilfe, das aus „Gesund aufwachsen im Revier“ hervorgegangen ist,
  • ein Forum zu den Phänomenen Internetabhängigkeit und Cybermobbing und deren Auswirkungen auf die Kindes- und Jugendgesundheit,
  • erstmalig ein themenoffenes Kolloquium zu aktuellen wissenschaftlichen Themen der Kinder- und Jugendgesundheit, in dem wir die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlagen.

Wir freuen uns, Sie auf dem 5. Kongress GESUND AUFWACHSEN IM REVIER! begrüßen zu können!

 

Hier können Sie sich das Programm und das Anmeldeformular auch herunterladen.

Download Programm und Anmeldung (PDF)

Programm zum 5. Ruhrgebietskongress

Moderation

Dr. Sabine SchipperDr. Sabine Schipper
Geschäftsführerin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft NRW e.V. und Vorstand des MedEcon Ruhr e.V.
09:30 Uhr

Check-In

10:00 Uhr

Begrüßung

Thomas Kufen
Oberbürgermeister der Stadt Essen
Prof. Dr. Karl-Heinz JöckelProf. Dr. Karl-Heinz Jöckel
Vorstandsvorsitzender des MedEcon Ruhr e.V.
10:15 Uhr

Grußwort der Landesregierung

Karl-Josef Laumann
Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
10:30

MeKidS.best: Die Medizin als Partner der Jugendhilfe. Ein Verbundprojekt von der Ruhr für den Kinderschutz in Deutschland

Dr. Tanja Brüning
Oberärztin der Medizinischen Kinderschutzambulanz, Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln
Lorenz Bahr
Leiter des Landesjugendamtes Rheinland
11:15

Kaffeepause

11:30 Uhr

Körperliche Beschwerden ohne organische Ursache? Funktionelle und somatoforme Störungen im Kindes- und Jugendalter

Prof. Dr. Meinolf NoekerProf. Dr. Meinolf Noeker
Krankenhausdezernent des LWL-PsychiatrieVerbundes Westfalen & Apl. Professor "Klinische Kinder- und Jugendpsychologie", Ruhr-Universität Bochum

Anschließende Diskussionsrunde mit

Dr. Joachim OppDr. Joachim Opp
Chefarzt des Sozialpädiatrischen Zentrums, Ev. Krankenhaus Oberhausen, Kinderneurologe, Psychotherapeut
Sabine DepewSabine Depew
Diözesan-Caritasdirektorin Bistum Essen e.V.
Dr. med. Frank RenkenDr. med. Frank Renken
Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Dortmund
Christiane ThieleChristiane Thiele
Landesverbandsvorsitzende Nordrhein im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
13:00 Uhr

Mittagspause

14:00 Uhr

Fachforen zu den drei Schwerpunktthemen:

Funktionelle Störungen
Symptome ohne organische Ursache?
Medienkonsum
Internetsucht, Cybermobbing und ihre Folgen für die Kindergesundheit
Kolloquium
Zwischen Wissenschaft und Praxis
16:00 Uhr

Gemeinsamer Ausklang/ Ende des Kongresses

Foren zum 5. Ruhrgebietskongress

Funktionelle Störungen –
Symptome ohne organische Ursache?

Ein Großteil der Kinder- und Jugendlichen leidet an körperlichen Beschwerden, für die trotz wiederholter Untersuchungen keine ausreichende medizinische Erklärung gefunden wird: Dies wird häufig als „funktionelle“ und „somatoforme“ Störungen bezeichnet. Das kann in Form von Kopf-, Bauch- oder Gliederschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit auftreten. Folgen für die Kinder sind erhebliche Beeinträchtigungen der Alltagsaktivität, z.B. Kindergarten- und Schulfehlzeiten sowie zusätzliche psychische Störungen.

Bei den Ärzten herrscht oft Ratlosigkeit. Eltern haben die Sorge, dass die körperliche Ursache der Erkrankung übersehen oder die Erkrankung selbst von den Ärzten nicht ernst genug genommen wird. Dies führt häufig zu Behandlungsabbrüchen, zahlreichen Arztwechseln sowie eigentlich nicht notwendigen Krankenhausaufnahmen. Psychosoziale Einflüsse sowie emotionale Belastungen spielen eine bedeutsame Rolle. Dabei sind die Hemmungen, sich einer psychischen Behandlung zu unterziehen, groß. Schlussendlich droht dann die Gefahr, dass es zu einer Chronifizierung der Beschwerden kommt.

Wir möchten mit Ihnen über die Beschwerdebilder, deren Auswirkungen und mögliche Wege der Therapie sprechen. Besonders wichtig ist uns das Thema, wie Eltern und die mit Kindern und Jugendlichen befassten Berufe Anzeichen funktioneller Störungen erkennen und einordnen und deren Entwicklung durch ihr Verhalten beeinflussen können.

Vorsitz: Karen Krause,Leiterin des Zentrums für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie am Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum

Impulsvorträge mit anschließender Diskussion:

  • Dr. Manuel Föcker,  Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, LVR-Klinikum Essen
  • Prof. Dr. Rainer Georg Siefen, Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, MVZ JosefCarrée, Bochum
  • Dr. Julia Wager, Leiterin des Forschungsteams am Deutschen Kinderschmerzzentrum, Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln

Medienkonsum –
Internetsucht, Cybermobbing und ihre Folgen für die Kindergesundheit

Die Nutzung des Internets bzw. sozialer Medien ist für die meisten Kinder und Jugendlichen unverzichtbar. Doch welche Auswirkungen hat der ausgeprägte Medienkonsum auf ihre Gesundheit? Aktuellen Studien zufolge äußern viele Jugendliche die Sorge internetsüchtig zu sein. Hauptsymptom dieses Störungsbildes ist der exzessive Mediengebrauch und dadurch ausgelöste Probleme. Folgen können psychische und körperliche Krankheitssymptome sein, die einer ambulanten oder stationären Behandlung bedürfen. Häufig ist der exzessive Mediengebrauch aber auch Symptom einer bereits bestehenden psychischen Störung.

Parallel dazu steht das Phänomen „Cybermobbing“. Beleidigungen, Gemeinheiten und Spott lassen sich in der Anonymität des Internets in kurzer Zeit massenhaft verbreiten. Anders als im wirklichen Leben scheinen die Konsequenzen des eigenen Handelns in der virtuellen Welt geringer zu sein. Die Opfer sind häufig verzweifelt und fühlen sich hilflos und allein gelassen. Auch bei einmaligen Auftreten kann Cybermobbing extreme Auswirkungen in Form von psychischen Erkrankungen bis hin zum Suizid hervorrufen.

Lassen Sie uns zusammen zu den Phänomenen Internetabhängigkeit und Cybermobbing im Kindes- und Jugendalter ins Gespräch kommen und über mögliche Hilfsangebote in Kooperation von Gesundheits-, Sozial- und Bildungsberufen diskutieren.

Vorsitz: Winfried Book, Geschäftsführer des Vereins „Essen.Gesund.Vernetzt. – Medizinische Gesellschaft e.V., EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Impulsvorträge mit anschließender Diskussion:

  • Volker Mauck, Bereichsleitender Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, LWL-Universitätsklinik Hamm
  • N.N., Malteser AUXILIUM RELOADED, Dortmund
  • Robert Sabelberg, Referent der Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in NRW

Kolloquium –
„Gesund aufwachsen – zwischen Wissenschaft und Praxis“

Erstmalig wird es auf dem Kongress GESUND AUFWACHSEN IM REVIER! ein themenoffenes Kolloquium geben. Es werden Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Fragestellungen aus unterschiedlichen Disziplinen vorgestellt, die sich mit der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Wir möchten eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlagen, zum einen wissenschaftliche Ergebnisse mit Praktikern diskutieren, zum anderen auch Impulse aus der Praxis in die Wissenschaft hinein zu leiten.

Wir haben dazu einen Aufruf gestartet und uns über die Vielzahl von angebotenen Vorträgen gefreut. Die Schwerpunkte dieses Kolloquiums liegen auf folgenden Fragestellungen:

  • Wie können Kommunikationsprozesse mit Eltern effektiv und weniger konfliktreich gestaltet werden, um die Gesundheitskompetenz in Familien zu erhöhen?
  • Wie lässt sich die Lebensqualität von Kindern mit bislang unentdeckten Sehbeeinträchtigungen erhöhen?
  • Beeinflusst die Teilnahme der Eltern an der Angsttherapie des Kindes den Behandlungserfolg?
  • Erweist sich der Rubikon-Fragebogen als ein valides Instrument, um spezifische Veränderungen in der Entwicklung der mittleren Kindheit wahrzunehmen?

Schon jetzt sei angekündigt, dass für weitere Vorträge eine Fortsetzung des Kolloquiums geplant ist.

Vorsitz: Prof. Dr. Anja Hartmann, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften, Fachhochschule Dortmund

Impulsvorträge mit anschließender Diskussion:

Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit durch eine zielgruppengerechtere Kommunikation mit Eltern: Evidenzbasierte Impulse aus der Forschung

  • Prof. Dr. Matthias R. Hastall & Michelle Möhring, Fakultät Rehabilitationswissenschaften, Technische Universität Dortmund

Die Seh-Lotsen-Sprechstunde – Mehr Lebensqualität für Kinder mit bislang unentdeckten Sehbeeinträchtigungen

  • Dr. Verena Kerkmann, Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften, Hochschule für Gesundheit, Bochum & Entwicklungsneuropsychologische Ambulanz (ENPA) im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), Klinikum Dortmund gGmbH

Kinder bewältigen Angst – eine Studie zur Behandlung von Angststörungen im Kindes- und Jugendalter

  • Verena Pflug, Klinische Kinder-und Jugendpsychologie & Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum

Validierung eines Instruments zur Reflexion der Eltern-Kindbeziehung in der mittleren Kindheit: Der Rubikonfragebogen

  • Dr. Bettina Berger, Department Gesundheit, Institute für Integrative Medizin, Universität Witten/Herdecke

 

Anmeldung zum 5. Ruhrgebietskongress

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5. Ruhrgebietskongress
GESUND AUFWACHSEN IM REVIER!

Samstag, 9. März 2019, ganztägig im Franz Sales Haus, Essen