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Forum des Regionales Innovationsnetzwerk zur Kinder- und Jugendprävention am 26. August 2015

RIN_Forum klAuf dem RIN-Forum „Kinder- und Jugendgesundheit durch erfolgreiches Präventionsmanagement“ am 26. August 2015 diskutierten in den Räumen des Regionalverbands Ruhr in Essen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlichster Professionen und Sektoren mit Wissen-schaftsministerin Svenja Schulze über die regionalen Herausforderungen und Perspektiven bei der Prävention im Kindes und Jugendalter. Aus Praxissicht veranschaulichten PD Dr. Hermann Kalhoff, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dortmund und Volker Grans, Deutscher Kinderschutzbund in Dinslaken-Voerde, wie wichtig die Kooperation zwischen Sektoren bei Präventionsvorhaben ist und wo Ansatzpunkte für Verbesserungen der Zusammenarbeit liegen.

Bei allen Themen der Kinder- und Jugendgesundheit, die eine kooperative und abgestimmte Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen und Institutionen erfordert, spielt eine gemeinsame Basis eine bedeutende Rolle. Dazu gehören in erster Linie das fundierte Wissen um die Kompetenzen, Zuständigkeiten und Arbeitsweisen des jeweils anderen. Kennen sich die Akteure untereinander und haben sie bereits einen vertrauensvollen Umgang miteinander aufgebaut, können Wege kurz gehalten und Herausforderungen schneller angegangen werden. Allerdings gibt es dafür kein systematisches oder standardisiertes Vorgehen bzw. eine gemeinsame Anwendung bestimmter Methoden. Jedes Netzwerk praktiziert – entsprechend der gültigen rechtlichen und damit möglichen Rahmenbedingungen – eine individuelle Arbeits- und Vorgehensweise.

Das Forum thematisierte daher auch unter Beteiligung von Ministerin Svenja Schulze, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, mögliche Ansatzpunkte zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit durch Kooperation; u.a. gemeinsame Anknüpfungspunkte im Setting Schule: Hier wäre z.B. eine stärke Vernetzung von Schulen mit Sportvereinen zur Verbesserung der Bewegungszeiten von Kindern und Jugendlichen erforderlich. Auch müsse das Thema Gesundheit selbst gezielter in die Schule getragen werden, etwas durch die Etablierung eines eigenen Schulfachs zum Gesundheitsverhalten und Prävention. Eine weitere Möglichkeit sei der Einsatz von Schulkrankenpflegerinnen bzw. -pflegern, die neben den gesundheitlichen Belangen von Schülerinnen und Schülern (z.B. Gesundheitschecks, Soforthilfe bei Schulunfällen, Case-Management für chronisch kranke Schülerinnen und Schüler) auch gesundheitspädagogische Aufgaben in der Prävention übernehmen könnten. Insgesamt sei der Bildungsbereich nach Einschätzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der auch Angebote der Jugendhilfe oder anderen Akteuren mit einbezieht, als wichtiger Partner für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen genannt.

Anschließend fanden die Auftakttreffen der RIN Themenfelder statt, in denen gemeinsam mit den teilnehmenden Akteure aus Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich Handlungsschwerpunkte in der Kinder- und Jugendgesundheit im Ruhrgebiet identifiziert und für die weitere Vertiefung innerhalb des RIN ausgewählt wurden. Diese werden im weiteren Verlauf des RIN in Form von Veranstaltungen, Workshops bis hin zu regelmäßigen Arbeitsgruppentreffen zur Entwicklung von Konzepten, Modellen oder konkreten regionalen Ansätzen vertieft. Sie richten sich an Vertreterinnen und Vertreter diverser Einrichtungen und Professionen aus dem gesamten Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen der Region und bieten innerhalb der RIN Themenfelder einen Rahmen für die Diskussion und Zusammenarbeit. Das RIN fungiert somit als Plattform für die Entwicklung und den Austausch von operationalisierbaren Ideen.

Die Präsentation zum Forum finden Sie hier.