Gesund aufwachsen im Revier

„Löwenmama“ organisiert Spielzeug im Wert von 30.000 Euro

Bundesweite Aktion machte jetzt auch im Klinikum Dortmund Halt

Was diese Frau auf die Beine stellt, ist unglaublich: Susanne Saage hat auch in diesem Jahr für Heiligabend wieder allein Spielzeug im Wert von 30.000 Euro für die Kinderkrebsstationen an bundesweit 35 Kliniken organisiert – von München bis Sylt. Darunter ist auch das Klinikum Dortmund. Gestern kamen die gut vier Dutzend Pakete hier auf der Station „Löwenherz“ in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an. Das Besondere dabei: Die Kinder konnten im Vorfeld einen Wunsch aufschreiben, den Fr. Saage dann erfüllt – vom neuen Lego-Kasten bis hin zum Fahrrad. Da kämpft also jemand für Kinder und ein schönes Weihnachtsfest; und nicht nur deshalb heißt die Aktion völlig zurecht „Löwenmama“ (inzwischen sogar mit eigener Homepage: www.aktion-loewenmama.de)

Saage, die gestern bei der Übergabe der Geschenke leider aufgrund einer Grippe nicht dabei sein konnte, ist als Mutter selbst betroffen gewesen: „Die Diagnose Krebs traf uns wie ein Schlag und ich wusste nicht, wie hart die kommende Zeit werden würde, die vor uns lag. Nicht nur, dass unser jüngstes Kind gerade neun Monate alt war und um sein Leben kämpfte, nein – Weihnachten stand auch vor der Tür. Mit zwei weiteren Kindern, drei und 15 Jahre alt, die natürlich von den Sorgen und Ängsten nur einen Bruchteil mitbekommen haben, hat Weihnachten eine ganz andere Bedeutung bekommen“, schreibt Saage auf ihrer Homepage.

Ihr Versprechen damals: Wenn es ihr Sohnschafft, sollen alle an Krebs erkrankten Kinder fortan etwas sorgenfreier und glücklicher den Heiligabend im Krankenhaus verbringen. Der Sohn konnte geheilt werden – und inzwischen hat die „Aktion Löwenmama“ zig ehrenamtliche Helfer, darunter Jürgen Klein und Hartmut Altmann, die jetzt mit den Geschenken ins Klinikum Dortmund kamen. Das Prinzip: „Löwenmama“ kooperiert mit Spielzeugläden quer durch die Republik, in denen die Wünsche in der Vorweihnachtszeit ausgehängt werden. Wenn ein Kunde dort etwas Gutes will, und zwar ganz konkret, erfüllt er einen dieser Wünsche. „Wir haben mit vielen Nachbarn, Freunden und einigen Konfirmanden dann vor kurzem alle Geschenke zwei Tage am Stück eingepackt“, erklärt Hart-mut Altmann.

Erfüllt „Aktion Löwenmama“ denn wirklich alle Wünsche? „Ja, natürlich sollten es in der Regel Sachwünsche sein, aber es gab auch schon mal den Fall, dass Fr. Saage für ein Mädchen ein Pony organisierte, und zwar für ein Jahr. Leider hatte das Kind aber nicht mehr allzu viel von dem Geschenk, es verstarb.“

„Löwenmama“ organisiert Spielzeug im Wert von 30.000 Euro

Erstellt am Freitag, 22. Dezember 2017, 07:38 Uhr