4. Ruhrgebietskongress
GESUND AUFWACHSEN IM REVIER!

Unter diesem Motto befördert der Ruhrgebietskongress zur Kinder- und Jugendgesundheit bereits seit drei Jahren den regionalen Austausch der Professionen und Institutionen aus Gesundheitsversorgung, Bildungswesen, Jugendhilfe und Wohlfahrt und die öffentliche Wahrnehmung des gemeinsamen Anliegens.

Im März 2018 findet der Kongress nunmehr zum vierten Mal statt – erstmalig in Dortmund!

Wir freuen uns sehr, dass Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, die Schirmherrschaft übernommen hat. Er wird vertreten durch Staatssekretär Andreas Bothe, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht diesmal im Mittelpunkt. Es geht darum, Risiko- und Schutzfaktoren wie auch Anzeichen seelischer Erkrankungen in den Lebenswelten der Kinder besser erkennen und möglichst frühzeitig  intervenieren zu können – eine große Herausforderung für das Zusammenwirken der verschiedenen Heil- und Sozialberufe.

Ein weiteres hochwichtiges Anliegen sind der Kinderschutz und die Potenziale, die sich durch eine systematisierte Kooperation zwischen Jugendhilfe und Medizin ergeben. Ein dritter Schwerpunkt des Kongresses sind soziale Teilhabe und Rehabilitation bei chronischen Erkrankungen bzw. Behinderungen.

Wir freuen uns, Sie auf dem 4. Kongress GESUND AUFWACHSEN IM REVIER! begrüßen zu können!

Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender MedEcon Ruhr e.V.
Dr. Uwe Kremer, Geschäftsführer MedEcon Ruhr e.V.

Hier können Sie sich das Programm und das Anmeldeformular auch herunterladen.

Download Programm und Anmeldung (PDF)

Programm zum 4. Ruhrgebietskongress

Moderation: Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführerin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft NRW e.V. und Vorstand des MedEcon Ruhr e.V.

09:30 Uhr

Check-In

10:00 Uhr

Begrüßung

Ullrich Sierau
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel
Vorstandsvorsitzender des MedEcon Ruhr e.V.
10:15 Uhr

Grußwort der Landesregierung

Staatssekretär Andreas Bothe
Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
10:30 Uhr

Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Erkennen - Vorbeugen - (Be-)Handeln. Gemeinsame Herausforderung für Heil- und Sozialberufe

Prof. Dr. med. Martin Holtmann
Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, LWL Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum

Anschließende Diskussionsrunde mit

Reinhild Mersch
Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe im Bistum Essen (AGkE)
Dirk Pisula,
Abteilungsleiter Produkte/Prävention, AOK NordWest
Dr. med. Frank Renken
Leiter Gesundheitsamt der Stadt Dortmund
Christiane Thiele
Landesverbandsvorsitzende Nordrhein im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
12:00 Uhr

Mittagspause

13:00 Uhr

Fachforen zu den drei Schwerpunktthemen:

Kindeswohl und Kindesschutz
Kinderschutz an der Grenze zwischen Medizin und Jugendhilfe
Chronische Erkrankungen
Möglichkeit zur sozialen Teilhabe durch Kinder- und Jugendrehabilitation
Psychische Störungen
Indikatoren: Erkennen. Weiterleiten. Handeln.
15:00 Uhr

Gemeinsamer Ausklang/ Ende des Kongresses

Foren zum 4. Ruhrgebietskongress

Kindeswohl und Kindesschutz –
Kinderschutz an der Grenze zwischen Medizin und Jugendhilfe

Ein effektiver Kinderschutz ist noch immer mit gravierenden Engpässen in der Versorgung konfrontiert. Zum Ersten geht es darum, von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung gefährdete Kinder und ihre Familien überhaupt zu identifizieren, aber auch Verdachtsmomente zeitnah und effizient ausräumen zu können. In einem zweiten Schritt folgt die Frage, wie man bewirken kann, dass betroffene Familien entsprechende Hilfe annehmen, worauf schließlich eine nachhaltige Betreuung folgen muss. Insbesondere der Medizin kommt hierbei eine besondere praktische Bedeutung in dem Maße zu, wie sie gut und systematisch in einen kooperativen Kinderschutz eingebunden wird. Denn nur wenn es mit ihrer Hilfe gelingt, einen Verdacht rechtssicher zu bestätigen, können Familien durch die Systeme der Jugendhilfe passgenau unterstützt werden. Entsprechende Pfade und Mechanismen werden in unserer Region erarbeitet und erprobt.

Vorsitz: Ulrich Adler, Leiter regionales Vertragswesen der Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Impulsvorträge mit anschließender Diskussion:

  • Anja Krauskopf & Sandra Borgers, Präventionskonzept „Start mit Stolpern“, Klinikum Dortmund
  • Jürgen Freiberg, stellv. Projektleiter S3+ Leitlinie Kinderschutz & Ansprechpartner Soziale Arbeit in Kinderkliniken der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
  • Dr. med. Burkhard Lawrenz, Landesverbandsvorsitzender Westfalen-Lippe im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
  • Heinz Sprenger, ehemaliger Leiter der Mordkommission

Chronische Erkrankungen –
Soziale Teilhabe durch Kinder- und Jugendrehabilitation

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen wie auch mit schwer­wiegenderen chronischen Erkrankungen möchten trotz ihrer gesundheitlichen Defizite ein möglichst uneingeschränktes Leben in demselben Umfeld führen wie Gleichaltrige. Dies ist ein Thema, dem wir schon auf vergangenen Veranstaltungen nachgegangen sind. In diesem Jahr möchten wir uns den Fragen widmen, welche Rolle die Kinder- und Jugendrehabilitation und therapeutische Langzeitbetreuung im Sinne der sozialen Teilhabe spielen können, und wie sie angelegt sein sollten, um soziale Teilhabechancen zu erhöhen. Die Bedarfe sind dabei je nach Erkrankung bzw. Behinderung ­­– aber vor allem auch je nach betroffenem Kind ­­– unterschiedlich. In der Wechselwirkung von medizinischer Rehabilitation und sozialer Teilhabe sollte der psychischen Gesundheit ein noch größerer Stellenwert beigemessen werden.

Vorsitz: Dr. Fabian van Essen, Vertretungsprofessor für das Fachgebiet Behinderung und Inklusion, Hochschule für Gesundheit, Bochum

Impulsvorträge mit anschließender Diskussion:

  • Dr. med. Maria del Pilar Andrino, Leiterin Diagnostik und Therapie, Interdisziplinäre Frühförderstelle, Ambulanz Leuchtturm, Integrativer Reitbetrieb, Mobile Therapien des Franz Sales Hauses, Essen
  • Christiana Hennemann, Geschäftsführerin rehaKIND – Internationale Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation e.V., Dortmund
  • Dr. med. Ulf Hustedt, Chefarzt Neuropädiatrische Rehabilitation, HELIOS Klinik Hattingen
  • Dr. med. Heinz Jürgen Stark, Leiter des Medizinischen Fachbereiches Vorsorge/Rehabilitation/Heilmittel, MDK Nordrhein

Psychische Störungen
Anzeichen erkennen – Hilfe initiieren

Die Auswirkungen von Gefährdungen seelischer Gesundheit können bei Kindern und Jugendlichen individuell ausgesprochen unterschiedlich sein. Denn eine Vielzahl von Risiko- und Schutzfaktoren beeinflusst deren psychische Gesundheit. Problematisch ist, dass Anzeichen für seelische Gefährdungen häufig nicht leicht zu erkennen, geschweige denn richtig einzuordnen sind.
Was gilt noch als „normal“ und was ist schon als eine psychische Störung zu klassifizieren? Und was ist tun, wenn der Verdacht auf eine solche Störung aufkommt? Sowohl Eltern als auch die mit den Kindern und Jugendlichen befassten Heil- und Sozialberufe sind gleichermaßen gefordert, „ein Auge“ auf die psychische Gesundheit ihrer Schutzbefohlenen zu legen. Es geht im Forum vor allem um die Frage, wie man Beobachtungen aus den Lebenswelten und diagnostische Einordnungen – als Basis für ein individuell angemessenes Handeln – besser zueinander bringen kann.

Vorsitz: Anja Sophia Middendorf, Fachbereichsleiterin Gesundheitswirtschaft, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen

Impulsvorträge mit anschließender Diskussion:

  • Johanna Hopff, Fachreferat Kinderschutz, Jugendamt Dortmund &
    Stephan Siebert, Psychiatriekoordinator für die Stadt Dortmund, Gesundheitsamt Dortmund
  • Yannik Liebert, Psychologe im Psychologischen Dienst, sci:moers
  • Claudia Limpert, Leiterin Blickpunkt Kind, Bochum
  • Dr. med. Andreas Richterich, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und –psychotherapie, HELIOS St. Josefs-Hospital Bochum-Linden

Anmeldung zum 4. Ruhrgebietskongress

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4. Ruhrgebietskongress
GESUND AUFWACHSEN IM REVIER!

Samstag, 3. März 2018, ganztägig im Kongresszentrum Westfalenhallen, Dortmund.