Gesund aufwachsen im Revier

Präventionsmodell „KinderZUKUNFT NRW“

KinderZUKUNFT NRW ist ein Präventionsmodell zum vorbeugenden Kinderschutz und zur frühen Gesundheitsförderung von Kindern. 2013 wurde das Modell in der Stadt Herne gestartet: Beteiligt sind die beiden Kliniken St. Anna und Marienhospital Herne der St. Vincenz Gruppe Ruhr. Ziel des Modells ist die Früherkennung von Unterstützungsbedarfen von Familien in der Geburtsklinik, möglichst bereits während der Schwangerschaft. Eine Schlüsselfunktion nimmt eine Koordinatorin (Familien-Kinderkrankenschwester oder/und Familien-Hebamme) in der Geburtshilfe-Klinik ein, die über ein Standard-Screeningverfahren (www.risikoinventar-praevention.de) Mütter mit psychosozialen und gesundheitlichen Belastungen in der Geburtsklinik identifiziert. Daraufhin kann sie in Absprache mit den Eltern entsprechende Unterstützungsleistungen einleiten und an die entsprechenden Netzwerkpartner vermitteln, mit denen sie zusammenarbeitet.

Durch KinderZUKUNFT NRW soll in einer frühen Phase, wenn Kinder noch nicht auffällig sind, aber bereits zusätzlich erhöhte Fürsorgeanforderungen (z. B. Schrei-, Schlaf- und Fütterprobleme, chronische Erkrankungen) an die Eltern stellen, einer Kindeswohlgefährdung vorgebeugt werden. Gleichzeitig können beginnende Entwicklungs- und Verhaltensstörungen bereits im Säuglingsalter früh erkannt und den Familien Frühförderung sowie Beratung angeboten werden.

Zu dem lokalen Netzwerk in Herne gehören örtliche Frauen- und Kinderärzte, (Familien-)Hebammen, das Jugend- und Gesundheitsamt und freie Träger. Finanziert wird es über die Bundesinitiative Frühe Hilfen, aus Eigenmitteln der Kliniken und durch die Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft. Neben Herne beteiligen sich im Ruhrgebiet auch Dorsten und die Städte im Kreis Wesel mit eigenen Netzwerken an dem Modell.

Das Modell wurde von 2010 bis 2012 in sieben Geburtskliniken an sechs Standorten in Nordrhein-Westfalen erprobt und durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend Kultur und Sport, die AOK Hamburg-Rheinland, Vereinigten IKK, BKK Landesverband Nordwest und die Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft finanziert.


Weitere Informationen: http://www.kinderzukunft-nrw.de/

Präventionsmodell „KinderZUKUNFT NRW“

Erstellt am Montag, 24. November 2014, 14:53 Uhr